|


 












Bankverbindung:
EKK Kassel
BLZ 520 604 10
Konto 5908
Email-Webmaster:
gnadau@avl-multimedia.de
Haftungshinweis:
Trotz sorgfältiger inhaltlicher
Kontrolle übernehmen wir
keine
Haftung für die Inhalte
externer
Links. Für den Inhalt
der
verlinkten Seiten sind
ausschließlich deren Betreiber
verantwortlich.
|
|

Die Wurzeln der Gemeinschaftsbewegung
liegen vor allem
1. in der Reformation, deren zentrale,
inhaltliche Anliegen aufgenommen wurden (sola Christus, sola
scriptura, sola fide, sola gratia). Daneben wurde der
Gedanke des allgemeinen Priestertums der Gläubigen
aufgegriffen, wobei die "dritte Form des
Gottesdienstes", nach Martin Luther, Einleitung zur
Deutschen Messe (1525), besonders zu betonen ist.
2. Im Barockpietismus, zu dem besonders in
Württemberg unmittelbare geschichtliche Verbindungen
bestehen, weil dort Gemeinschaften aus dieser Zeit
existieren, die die Epoche des Rationalismus überdauert
haben und direkt in die Gemeinschaftsbewegung eingemündet
sind. Stärker noch zeigen sich die Verwurzelungen im
Inhaltlichen: So wurden in der Gemeinschaftsbewegung die
sog. "collegia pietatis" als kleine Gruppen, die
sich außerhalb des Gemeindesgottesdienstes zu Bibellektüre
und Gebet treffen, heimisch.
3. In anglo-amerikanischen Einflüssen (Methodismus,
Heiligungsbewegung, evange- listischen Aktivitäten).
|
|
Im Jahre 1888 fand die erste sogenannte Pfingstkonferenz der
Gemeinschaftsbewegung in Gnadau statt
(daher der Name!), einem Ort mit einer Herrnhuter Siedlung
in der Nähe von Magdeburg. Die Impulse zur Durchführung
dieses Treffens kamen u.a. von Professor D. Theodor
Christlieb, dem Evangelisten Elias Schrenk und von Baron
Jasper von Oertzen.
|
|

|
|
|
Neun Jahre später
gab sich die Gemeinschaftsbewegung ihre endgültige Form im
"Deutschen Evangelischen Verband für
Gemeinschafts- pflege und Evangelisation". Erster
Vorsitzender (Präses) wurde Reichsgraf Eduard von Pückler,
eine der prägenden Gestalten der ersten Jahrzehnte.
In den Jahren 1907 bis 1910 geriet die junge
Gemeinschaftsbewegung durch die aufbrechende Pfingstbewegung
in eine ernste Krise, die jedoch unter dem Preis
schmerzlicher Trennungen überwunden werden konnte.
|
|
Bereits
in der Anfangszeit des Dritten Reiches lehnte sich Gnadau an
die Bekennende Kirche an und setzte sich deutlich von der
"Glaubens- bewegung Deutsche Christen" ab.
In der Nachkriegszeit wurde die organisatorische Einheit durch die politischen Umstände
zer- brochen. Es bildete sich neben dem "Gnadauer Verband
für Gemeinschaftspflege und Evan- gelisation" mit Sitz
in Dillenburg im Westbereich das "Evangelisch
Kirchliche Gnadauer Ge- meinschaftswerk in der DDR" mit
Sitz in Woltersdorf.
Als sich 1989 die Wiedervereinigung abzeichnete, wurden
umgehend Schritte eingeleitet, die frühere Einheit wieder
herzustellen. Diese wurde im Jahre 1991 vollzogen. |
|
|